Der Kabarettist

„Hiwwe und Driwwe“ und „Iwwerleije se mol“ sind kabarettistische Streifzüge durch die Pfalz – in kulturhistorischer, philosophischer, literarischer, sprachgeschichtlicher und kulinarischer Hinsicht. Die Pfalz, ursprünglich eine Einheit, wurde vor zweitausend Jahren willkürlich getrennt. Dabei ist doch der Rhein keine Grenze, weder eine Sprach-, noch eine Denk-, noch eine Trinkgrenze und schon gar keine Essgrenze. Wir sprechen gleich, wir trinken gleich und wir denken gleich. Den Zuschauer erwartet jeweils ein vergnüglicher Abend mit vielen amüsanten Informationen. Er erhält Einblicke in die noch nicht geschriebene Grammatik unserer Sproch, in die Pfälzer Lautverschiebung und in die hyperkorrekten und halbkorrekten Formen, die beim Rückübersetzen in die Hochsprache entstehen. Er erfährt, wie sich die antike Temperamentenlehre in den Pfälzer Charakteren wiederfindet und wie die globale Achse der Demokratie verläuft. Spätestens dann weiß er, was ein Ims ist, was den Kerscheblotzer ausmacht, warum die Chaise in Frankreich Füße, aber in der Pfalz Räder hat, welche Pfälzer Organe in keinem Anatomielehrbuch zu finden sind und was die Bibs von der Kränk unterscheidet. Eben kabarettistische Heimatkunde der besonderen Art. Heimatkunde für Eingeborene und Roigeplaggde.